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Grüne Ideale zur Jahrhundertwende

Um die Jahrhundertwende 1900 hielt das Grün Einzug in die Wohnräume. Mit Pflanzen gefüllte Blumentöpfe schmückten Fenster und Veranden, wo sie für Farbe und Leben sorgten. Die Töpfe waren mehr als nur praktische Gegenstände – sie spiegelten das Streben der Zeit nach einem modernen, schönen und kultivierten Zuhause wider.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Dank größerer Fenster wurden die Wohnungen heller. Die Fensterbank entwickelte sich zu einem selbstverständlichen Platz für Topfpflanzen, und Blumentische, Podeste und Pflanzenregale wurden zu beliebten Einrichtungselementen.

Der Trend zu blühenden Pflanzen wurde durch die Ideale jener Zeit verstärkt, nicht zuletzt durch Carl Larssons Darstellungen des Familienlebens in Sundborn, die viele schwedische Haushalte inspirierten. Gleichzeitig war die Innenausstattung von der Faszination des Jugendstils für die Natur geprägt. Pflanzen, Blumen und organische Formen fanden sich überall wieder, von Tapeten und Textilien bis hin zu Keramik und Möbeln.

„Ein Mensch fühlt sich besser, wird freundlicher und fröhlicher, wenn man in seinem Zuhause trifft auf schöne Formen und Farben „auf die Dinge, mit denen man sich umgibt.“

— Ellen Key, Schönheit für alle (1904)

Die meisten Blumentöpfe wurden aus Ton, oft Terrakotta, hergestellt – einem Material, das sowohl kostengünstig als auch praktisch war, da es Luft und Feuchtigkeit zu den Pflanzenwurzeln durchließ. Gleichzeitig wurden glasierte Töpfe aus Steingut und Porzellan als dekorativere Alternativen beliebt. Zusammen zeigen sie, wie Alltagsgegenstände Funktionalität, Gartenfreude und die ästhetischen Ideale der Zeit miteinander verbinden konnten.

Auswahl an Töpfen

Bewässerung